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Burg Burgberg

Die erste rundum geglückte Burgensanierung im Allgäu.

1140 erscheint die Burg erstmals indirekt mit einem Burkart de Burcperg, der in Diensten des Hochstiftes Augsburg stand. Mit dem Aussterben der Herren von Burgberg kam die Burg 1327 an die Rettenberger, deren Erbtöchtern die Burg 1351 an die Brüder Oswald und Marquart von Heimenhofen verkauften. Als diese 1361 ihren Besitz teilten, gründete Oswald die benachbarte Burg Fluhenstein. 1477 gelang es Georg d. J. von Heimenhofen, die in andere Hände (Bischof von Augsburg) gekommenen Anteile an der Burg zurückzukaufen.

Nachdem 1496 die Herren von Mühlegg die Burg hielten, kam sie zuerst 1563 an die Grafen von Montfort für 9.000 Gulden, drei Jahre später dann an das Hochstift Augsburg zurück. Burgberg wurde 1568 neuer Amtssitz der Herrschaft Rettenberg und mit einem Pfleger besetzt.

Der Dreißigjährigen Krieg

1635 im Dreißigjährigen Krieg brannte die Burg aus und verfiel seitdem. Zur Burg gehörte der 1351 erstmals genannte »buhof« (Bauhof bzw. Wirtschaftshof) und eine kurz darauf erwähnte Mühle. In der unmittelbaren Umgebung finden sich Steinbrüche, Spuren eines Kalkbrennofens und – hangaufwärts – Fragmente einer hölzernen Deichelleitung, die der am Fuß des Felskliffs befindlichen Badestube Quellwasser zuleitete.

Die Burgruine erhebt sich oberhalb des gleichnamigen Ortes von einem steilen Felsriff aus Nummelitenkalkstein. Erhalten hat sich lediglich die Nordwand, die sich aus zwei Gebäuden zusammensetzt. Die westliche Wandhälfte mit gut gereihtem kleinformatigen Gestein stammt von einem ca. 10×10 m großen Wohnturm des frühen 12. Jahrhunderts, die Osthälfte mit ihren Buckelquadern und dem Bruchsteinmauerwerk von einem Erweiterungsbau aus der Zeit um 1330. Der Zugang erfolgte von Osten über eine bergseitig vorgelagerte Senke. Nach Süden haben sich unterhalb der Hauptbauten Fragmente einer Ringmauer des frühen 14. Jahrhunderts und einer Zwingermauer des 15./16. Jahrhunderts erhalten.

Die 1992–1997 behutsam und mit minimalen Bestandseingriffen gesicherte Burgruine gehört zu den ersten Mustersanierungen im Allgäu. In burgenkundlicher Hinsicht ist sie bedeutend als eine der ältesten Turmburgen des Allgäus.

Besonderheiten auf einen Blick

Eine der ältesten Turmburgen des Allgäus.

Die Burgruine erhebt sich ober­halb des gleichnamigen Ortes von einem steilen Felsriff aus Nummelitenkalkstein.

In der unmittelbaren Umgebung finden sich Steinbrüche, Spuren eines Kalkbrennofens und hangaufwärts Fragmente einer hölzernen Deichelleitung, die der am Fuß des Felskliffs befindlichen Badestube Quellwasser zuleitete.

Die 1992–1997 behutsam und mit minimalen Bestandseingriffen gesicherte Burgruine gehört zu den ersten Mustersanierungen im Allgäu.

Zugang

_ die Burgruine erhebt sich über dem südlichen Ortsrand von Burgberg
_ sie befindet sich auf einem Ausläufer des Grünten
_ sie ist ausgeschildert und in leicht zu Fuß erreichbar

pfeil circa 5 Minuten
pfeil jederzeit kostenfrei zu besichtigen

Wegbeschreibung

Vom Dorfplatz aus
Startend am Dorfplatz Burgberg geht man an der Kirche St. Ulrich vorbei, folgt zunächst der Kirchstraße, dann links der Bergstraße und biegt weiter rechts in die Heimenhofenstraße ein.

Gegenüber dem historischen Friedhof weist ein Schild den Weg zur Ruine Burgberg. Der kleine Anstieg führt oberhalb der Häuser, an Viehweiden vorbei direkt zur Ruine hin.

pfeil nur bedingt für Kinderwägen geeignet!

 








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