Burgruine Eisenberg
… gleicht einer von einem Mauerbande umschlungenen Waldkrone
(Domenico Quaglio 1844)
Die Burg Eisenberg entstand um 1315 als der edelfreie Peter von Hohenegg nach der gewaltsamen Vereinnahmung seiner Burg Loch durch die Tiroler nur wenige Kilometer südlich eine neue Herrschaft gründete. 1382 erwarb Herzog Leopold III. von Österreich Burg und Herrschaft, mit der er um 1390 Friedrich von Freyberg belehnte. Zehn Jahre nach der Beschädigung durch Bauern im Jahr 1525 renovierte Werner Volker von Freyberg die Burg aufwändig. Am 15. September 1646, kurz vor Ende des Dreißigjährigen Krieges, wurde Eisenberg gemeinsam mit Hohenfreyberg und Falkenstein von der Tiroler Landesregierung im Zuge einer »Politik der verbrannten Erde« niedergebrannt, blieb seitdem Ruine.
In den 1980er Jahren rettete der örtliche Burgenverein das inzwischen in Gemeindeigentum übergegangene Gemäuer vor dem gänzlichen Verfall, tat aber leider des Guten zuviel.
Der Aufbau der Burg
Die um 1315 erbaute Kernburg bestand aus einer Mantelmauer, gegen deren Innenseite sich zwei Palasse mit Küche, Backstube und Badestube, Kapelle und Tankzisterne lehnten.
Im späten 15. Jhdt. erhielt die Kernburg eine Zwingermauer mit Ostbastion. Evtl. erst aus der Zeit um 1535 stammt dagegen die Ummauerung der Vorburg. Wohl um 1535 versah man – analog zur Nachbarburg Hohenfreyberg – die östlich vorgelagerte Bastion mit einem Netzwerk zumeist erdverfüllter Kleinkammern, um möglichen Artilleriebeschuss wirkungsvoll abzudämpfen. Spektakulär ist auf Eisenberg das um 1535 verbesserte sanitäre Entsorgungssystem. Ein niedriger Viereckturm am südlichen Ende der Vorburg diente als Auslug.
Das Burgenmuseum
Zu empfehlen ist allen Burgfreunden auch ein Besuch im Eisenberger Burgmuseum in der Ortsmitte von Zell. Interessante Funde und Befunde der Burgen Eisenberg und Hohenfreyberg.
das Museum ist Sa, So und Feiertags von 13.00–16.00 Uhr geöffnet
Wegbeschreibung
Wanderweg Nr. 247 | in Eisenberg
Von hier führt der Wanderweg durch den Wald zur Schlossbergalm und weiter zu den Burgruinen.
40 bis 50 Minuten
Wanderweg Nr. 239 | in Eisenberg
Von hier führt der Wanderweg ein kurzes Stück entlang der Hauptstraße und trifft auf Weg Nr. 246 zur Schlossbergalm und weiter zu den Burgruinen.
für Kinderwagen & Rollstuhl
ca. 1 Stunde
Wanderweg Nr. 238 | hinter dem Ortsteil Zell
Vom Parkplatz führt der Wanderweg bergan auf den Weg Nr. 244, der zur Schlossbergalm führt.
30 Minuten
Wanderweg Nr. 244 | hinter dem Ortsteil Zell
Vom Parkplatz – etwa 1,5 km hinter dem Ortsausgang von Zell – führt der Wanderweg zur Schlossbergalm.
30 bis 40 Minuten
Auffahrt mit dem Auto
In der Ortsmitte von Zell führt ein Fahrweg zur Schlossbergalm hinauf.
dann 10 Minuten zu Fuß
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