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Burgruine Falkenstein

… gleich einer Krone auf steilem Bergkegel … (Doser, Holzner 1928)

Der nicht nur atem-, sondern wohl auch sinnberaubendende Lageplatz Deutschlands höchstgelegener Burgruine – 400 m über dem Vilstal direkt am Rand einer senkrechten Bergwand – sorgte wohl dafür, dass man über diese Burg nur Unsinn schrieb.

Die anfangs »castrum Phronten« genannte Burg wurde erst gegen 1270 von Graf Meinhard II. von Tirol als unübersehbare Drohgebärde Richtung Herzogtum Bayern und Bistum Augsburg erbaut. Meinhard II. entledigte sich der aufgrund ihrer extremen Höhenlage wenig nützlichen, dafür im Unterhalt aber teuren Burg geschickt, indem er sie 1290 dem Augsburger Bischof Wolfhard zu Lehen gab, der hier fortan Vögte bzw. Pfleger einsetzte. Trotz permanenter Instandsetzungen war die Burg bereits 1595 ein halb eingestürzter Steinhaufen. 1646 ließ die Tiroler Landesregierung die Burg gemeinsam mit Eisenberg und Hohenfreyberg im Zuge einer »Politik der verbrannten Erde« in Brand stecken.

Die Pläne König Ludwig II.

Die Pläne König Ludwig II. von Bayern, sich hier als letztes Refugium ein »Raubschloss« zu errichten, scheiterten an seinem frühen Tod 1886. 1889 legte ein Blitzschlag die östliche Giebelwand komplett ein. In den 1920er und 1960er Jahren nahm man unsensible Mauerwerkssicherungen vor, erst 1999–2001 erfolgte eine sensible Sanierung des Baubestandes. Die Erschließung der Burg wurde 2005 durch den Einbau einer kleinen Aussichtsplattform, die einen unvergesslichen Panaromablick über das Voralpenland gewährt, erheblich verbessert. Seit dem Jahr 2006 ist im Burghotel ein kleines Burgmuseum eingebaut.

Falkenstein bestand lediglich aus einem Festen Haus, das von einer schwächlichen Ringmauer umgeben war und dessen Halle gegen 1300 durch Bischof Wolfhard eingewölbt wurde. Unterhalb der Burg, am Platz des heutigen Burghotels, stand der Wirtschafts- bzw. Bauhof. Der Burgbrunnen lag weit unterhalb, die Burg selbst musste sich mit Sammelwasser behelfen.

Heute kann man die Burg bequem vom Burghotel in wenigen Minuten ersteigen. Ein kurzer Abstieg dagegen führt zur 1889 geschaffenen Mariengrotte

Besonderheiten

_ höchstgelegene Burg Deutschlands
_ eines der eindrucksvollsten Machtsymbole Mitteleuropas

Zugang

_ jederzeit zugänglich
_ Anfahrt bis Parkplatz unter dem Burghotel nur zu bestimmten Tageszeiten
_ Auffahrt gegen Gebühr
_ ansonsten Fußwanderung vom untersten Parkplatz aus
_ auch steile Aufstiege von Süden her sowie von der Schlossangeralp
_ weniger steil, dafür länger und landschaftlich sehr schön, der Aufstieg vom Alatsee
_ kein Zugang zur Ruine für Rollstuhlfahrer möglich

Wegbeschreibungen

Rundgang König-Lugwig-Weg
Vom Parkplatz Pfronten-Meilingen auf den ausgewiesenen König-Ludwig-Weg zur Ruine. Danach hinunter zur Schlossanger Alp von dort zurück zum König-Ludwig-Weg und zum Parkplatz Pfronten-Meilingen.

mittelschwere Bergwanderung von 890 bis 1268 Höhenmeter
pfeil Wanderzeit 2,5 Stunden
pfeil auch mit Kinderwagen
pfeil Spielplatz beim Berghotel Schlossanger Alp

Rundgang Breitenbergbahn
Ab dem Parkplatz Breitenbergbahn zum Aufstieg Mariengrotte. Von dort zur Ruine Falkenstein und wieder retour.

pfeil leichte Bergwanderung
pfeil von 850 bis 1268 Höhenmeter
pfeil Wanderzeit 1,5 Stunden
pfeil ohne Kinderwagen
pfeil Spielplatz an der Talstation der Breitenbergbahn







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