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Burg Fluhenstein

Die schönste unserer Oberallgäuer Ruinen … (L. Dürrwanger 1954)

Die Ruine der Burg Fluhenstein erhebt sich auf einem rundum steil abfallenden Felssporn am Fuß des Waltener Berges. Auf dem leicht erhöhten südlichen Teil der Felskuppe entstand unter Oswald von Heimenhofen im Jahr 1362 ein großer wohnturmartiger Bau über unregelmäßigem Grundriss. Dieser wandte dem Berg eine abgerundete, auf 2 m Dicke verstärkte Schmalseite zu, die turmartig ausgebildet war, während sich die talwärtige Rückseite auf doppelte Länge erweiterte.

Erhalten haben sich drei Geschosse, deren oberstes neben großflächigen Putzresten noch die Ansätze von Gewölben erkennen lässt. Die eigenwillige Gestalt der Burg erklärt sich nicht nur aus der Geländeformation, sondern auch aus ihrem späten Baudatum. Der Zugang in der Nordseite wurde von der hangseitig gelegenen Vorburg über eine Brücke erreicht. 1444 und 1463 wurde die offenbar nicht sehr wehrhafte Burg während Fehden mit dem Bischof von Augsburg bzw. der Stadt Kempten eingenommen und kurzzeitig besetzt.

Spätere Baumaßnahmen

Georg der Ältere von Heimenhofen verkaufte die Burg 1477 an das Hochstift Augsburg, das fortan Amtmänner auf ihr installierte. Unter Bischof Friederich von Zollern, der auch 1501 die neue Burgkapelle St. Alexis weihte, erfolgte um 1500 ein Ausbau nach Norden, der sich aus einem geräumigen Hof und einem rechteckigen Gebäude zusammensetzte. Der Zugang erfolgte erneut von Osten mittels eines Steges. Dieser jüngere Baukomplex ist aufgrund des minderwertigen Baumaterials (brüchiges Schiefergestein) in einem äußerst schlechten Erhaltungszustand.

1572 und vor allem mehrfach im 18. Jahrhundert erfolgten Instandsetzungsmaßnahmen, nicht zuletzt in Folge von Belagerungen und Plünderungen durch aufständische Bauern (1525), Schmalkaldische Truppen (1546) und das Schwedische Heer(1632/1633). Sechzehn Jahre nachdem der letzte Amtmann die Burg im Jahr 1769 endgültig verlassen hatte, beschrieb sie ein Baugutachten als leerstehend, mit 31 noch bewohnbaren, über vier Stockwerke verteilten Zimmern, die 72 Kreuzstockfenster besaßen. Das endgültige Ende der Burg kam 1808, als der bayerische Staat die Ruine auf Abbruch verkaufte.

Besonderheiten

Erhaben auf einem steil abfallenden Felssporn.

Die eigenwillige Gestalt erklärt sich zum einen aus der Geländeformation und zum anderen aus ihrem späten Baudatum.

Weihung der Burgkapelle St. Alexis und Ausbau nach Norden durch den Bischof Friederich von Zollern.

Wegbeschreibung

Aus der Stadtmitte
Start am Rathaus mit Parkmöglichkeit in der Marktangertiefgarage. In die Hirnbeinstraße einbiegen an deren Ende links halten. Kurz darauf beginnt links die Berghofer Straße, hier geradeaus über die B 308.

Danach nach rechts in den Fluhensteinweg. Nach dem Sägewerk und dem »Schlossbauer« führt links ein kleiner Pfad bergan direkt zur Burgruine Fluhenstein.

Streckenlänge: 2 km
pfeil Höhenunterschied: 43 m
pfeil ca. 30 Minuten

Aus dem Ortsteil Walten
Sie können mit dem Auto über den Ortsteil Staig mit dem großen »AllgäuSternHotel« zum Ortsteil Walten gelangen. Dort können Sie auf dem Parkplatz das Auto abstellen und bergab Richtung Sonthofen, vorbei an der Brotzeitstuben, direkt zur Burgruine gelangen.

pfeil gutes Schuhwerk tragen
pfeil ca. 15 Minuten

 







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