Burg Hugofels
… ein Donjon schweizerisch-französischer Prägung …
Auf dem höchsten Punkt eines steil über den Alpsee aufragenden Höhenrückens liegen die letzten Fragmente der Burgruine Hugofels. Sie bildete offenbar mit der nur 170 m entfernten, zeitgleich erbauten Burg Rothenfels eine Gesamtanlage, die unter dem Namen Rothenfels in älteren historischen Quellen erscheint. Burg Hugofels wurde erstmals erwähnt, als sich Graf Hugo XIII. von Montfort um 1440 auf der Doppelburg niederließ.
Die Gründung der Burg
1994 durchgeführten Bauuntersuchungen zufolge verlieh Hugo der Burg zwar seinen Namen, gründete sie aber keineswegs. Die ältesten baulichen Reste entstammen vielmehr bereits der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Damals entstand nach schweizerischem Vorbild (Thun, Scheidegg) ein im gesamten Alpenraum singulärer quadratischer Wohnturm bzw. Donjon mit runden, nur leicht vorspringenden Eckverstärkungen, sog. »Tourellen«.
Graf Hugo führte nach einem Brand im Jahr 1462 aufwändige Reparaturmaßnahmen durch, obwohl er die Burg nur noch als Vorratshaus nutzte. Er ließ den Keller einwölben und dessen Südwand weitgehend erneuern, wobei er einen beiderseits durch Schießscharten geschützten neuen Eingang einbaute. Dieser Zugang führte in einen über 5 m hohen Raum, in dessen Nordostecke sich ein Schacht zu einer ca. 3 m tiefer liegenden gewölbten Zisterne öffnete. Dieser Schacht setzte sich nach oben fort, so dass man vom Obergeschoss Wasser aus der Zisterne schöpfen konnte.
Bauliche Veränderungen, als man u. a. den Zugang in der Südwand vermauerte, sprechen für einen wachsenden Bedeutungsverlust. Hugofels soll während des Bauernkrieges 1525 längere Zeit belagert worden sein, war aber 1560 noch intakt – wenngleich nur mit einem Wächter belegt. 1567 erwarben die Grafen von Königsegg-Aulendorf mit der Herrschaft Rothenfels die beiden Burgen, die jedoch rasch an Bedeutung verloren, da die neuen Burgherren in Immenstadt residierten. Erste Abbruchtätigkeiten um 1600 und die Entdachung im Jahr 1626 leiteten den Verfall ein. 1875 erwarb die Stadtgemeinde die Ruine, die sich in einem desolaten Zustand befindet und in einem fast 5 m hohen Schutthügel steckt.
Besonderheiten auf einen Blick
Bildete offenbar mit der nur 170 m entfernten, zeitgleich erbauten Burg Rothenfels
eine Gesamtanlage.
Burg Hugofels wurde erstmals erwähnt, als sich Graf Hugo XIII. von Montfort um
1440 auf der Doppelburg niederließ.
Hugo verlieh der Burg zwar seinen Namen, gründete sie aber keineswegs.
Die ältesten baulichen Reste entstammen bereits der ersten Hälfte des
13. Jahrhunderts.
Zugang
_ am nordwestlichen Ortsende von Immenstadt
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Richtung Missen bis zum Parkplatz am Kleinen Alpsee
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von hier führt ein steiler, aber bequem begehbarer Weg zu
Rothenfels/Hugofels
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beide Burgruinen sind nicht gefahrenfrei zu besichtigen
circa 15 Minuten
jederzeit kostenfrei zu besichtigen
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