Burgruine Schöneberg
… morsch und zerfallen sind ihre hochstrebenden Mauern und Zinnen …
Nur wenige Kilometer östlich von Kempten erhebt sich ein weithin sichtbares Hochplateau (860 m ü NN), das von einem 5 m hohen und an seiner Basis 28 m breiten Hügel dominiert wird. Von jener stattlichen Turmburg, die ihn einst krönte, berichten nur noch ca. 3,5 m hohe Mauerreste, die von der Gemeinde Betzigau im Sommer 2007 durch eine Sanierung im Rahmen des Leader-Plus-Burgenprojektes »Burgenregion Allgäu« vor ihrem bevorstehenden Komplettabgang gerettet wurden.
Erhalten hat sich lediglich die Westwand über eine Länge von 11,47 m Länge. Ihr fehlen neben der gesamten Außenschale auch ihre Eckquaderung und die Gewände zweier Schlitzfenster. Von den nördlichen und südlichen Wänden stehen nur Teilfragmente, während die Ostwand komplett abgegangen ist. Das Schadensbild mit dem überall offen liegenden Füllwerk, den unterhöhlten Mauersockeln und Ausbruchlöchern berichtet von rabiatem Abbruch für Baumaterialgewinnung
Erste urkundliche Erscheinung
Über die Geschichte der Burg ist nur wenig bekannt. Sie tritt erst 1400, als Walter von Königsegg zu Wartenstein seine Veste zum Schönenberg an den Ritter Heinrich von Nauns versetzte, urkundlich in Erscheinung. 1405 löste Königsegg die Burg wieder ein und veräußerte sie für 1.235 Pfund Pfennig an das Stift Kempten bzw. Fürstabt Friedrich von Laubenberg – was Kaiser Sigmund 1436 als oberster Lehensherr bestätigte.
Die Burg geriet wohl im Laufe des 17. Jahrhunderts in Verfall, erhob sich aber Ende des 19. Jahrhunderts noch als teilweise viergeschossige Turmruine. Nur wenige Jahrzehnte später stand nur noch das Erdgeschoss, das wohl um 1950 beim Einbau eines Wasserspeichers drei seiner Wände verlor. Um 1970 wurden dann die zugehörigen Burggräben, die einst die Vorburg und die Hauptburg umfriedeten, verfüllt.
Besonderheiten auf einen Blick
Von jener stattlichen Turmburg, die ihn einst krönte, berichten nur noch ca. 3,5m
hohe Mauerreste.
Das verbleibende Turmfragment lässt sich in die Zeit um 1300 datieren und gehörte zu
einem quadratischen Wohnturm mit ca. 12 m Seitenlänge.
Über die Geschichte der Burg ist nur wenig bekannt, sie tritt erst 1400 urkundlich in
Erscheinung.
Die Burg geriet wohl im Laufe des 17. Jahrhunderts in Verfall, erhob sich aber Ende
des 19. Jahrhunderts noch als teilweise viergeschossige Turmruine.
Nur wenige Jahrzehnte später stand nur noch das Erdgeschoss.
Wegbeschreibung
Ab der Autobahn-Ausfahrt Betzigau
Von A7 südlich von Kempten die Ausfahrt Betzigau nehmen, dann Richtung Betzigau bis Abzweig Durach, dann. Sofort links abfahren Richtung Betzenried. Der Beschilderung Schönberg folgen bis zum gleichnamigen Bauernhof.
Zugang tagsüber jederzeit und kostenfrei (Privatbesitz)
Gehzeit ca. 2 Minuten
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