Burgenregion Allgäu

Burgruine Hohenfreyberg


… fleissig im schlosse wohnen und acht geben, daß alles verwahret werde … (Hans Ludwig von Ulm 1609)

 

Hohenfreyberg ist nicht nur eine der malerischsten und größten Burgruinen Bayerns, sondern auch eine der allerletzten Burgen mittelalterlicher Prägung, die überhaupt neu gebaut wurden.

Unübersehbares Machtsymbol

Ihr Bauherr Friedrich von Freyberg zu Hohenfreyberg, ältester Sohn des Besitzers der Burg Eisenberg, errichtete sie 1418–32 bewusst im Stil einer staufischen Burg in einer spektakulären Höhenlage, um sich in den Zeiten des ritterlichen Niederganges nochmals gegen den Lauf der Zeit zu stemmen und ein unübersehbares Machtsymbol zu setzen.

 

Um 1480 erwarb Österreich-Tirol die winzige Herrschaft samt Burg, die in den Jahren durch den wohlhabenden Pfleger Georg Gossenbrot zeitgemäß ausgebaut wurde. Analog zur Nachbarburg Eisenberg erfolgten auch auf Hohenfreyberg um 1540 interessante Schutzmaßnahmen gegen Artilleriebeschuss.

 

Noch 1607–09 rüstete die Tiroler Landesregierung die Burg auf modernere Artilleriewaffen um, indem die Schießscharten modernisiert und die Mauern mit neuen Wehrgängen versehen wurden. Doch nur 37 Jahre später steckte die Landesregierung ihre Burgen Eisenberg, Hohenfreyberg und Falkenstein selbst in Brand, um sie den heranrückenden Schweden bzw. Franzosen nicht in die Hände fallen zu lassen. Seitdem blieb die Ruine malerische Ruine dem Verfall überlassen.

 

Der Aufbau der Burg

Die Burgruine besteht aus zwei zusammengehörigen Baukomplexen, einer kleinen Vorburg und einer kompakten Kernburg, die einen winzigen Burghof besaß; hier befand sich, direkt neben dem zweiteiligen Palas, im Obergeschoß des südwestlichen Halbrundturmes die Burgkapelle.

1995 bis 2005 wurde die Burgruine sorgfältig erforscht sowie mustergültig und sensibel konserviert.

Ein besonderer Tipp ...

Das Burgenmuseum

Zu empfehlen ist allen Burgfreunden auch ein Besuch im neugestalteten Eisenberger Burgmuseum in der Ortsmitte von Zell. In fünf Themenräumen erleben Sie spannende Forschungsergebnisse rund um die Burgen Eisenberg und Hohenfreyberg. Ausgewählte Ausstellungsstücke und Inszenierungen erläutern Bau und Niedergang der Burgen und informieren über das Leben der Bewohner.

Das Museum ist Sa, So und Feiertags von 14.00 – 17.00 Uhr und zusätzlich in den Ferien Mittwoch von 14.00 – 17.00 Uhr geöffnet.

Eintrittspreise: Erwachsene € 2,50 Kinder ( bis 14 J.) frei, Gruppen ab 10 Personen: 2 €/ Person. Mehr Informationen finden Sie unter www.burgenmuseum-eisenberg.de

Wandermöglichkeiten zu den Burgruinen:

Start der Wanderung vom Gemeindehaus in Eisenberg

Von hier führt der Wanderweg durch den Wald zur Schlossbergalm und weiter zu den Burgruinen.
ca. 40 bis 50 Minuten

Start Wanderung vom Gemeindehaus in Eisenberg

Von hier führt der Wander/Radweg ein kurzes Stück entlang der Hauptstraße und zweigt dann ab zur Schlossbergalm und weiter zu den Burgruinen. Für Kinderwagen & Rollstuhl geeignet, ca. 1 Stunde.

Start Wanderung hinter dem Ortsteil Zell

Vom Parkplatz führt der Wanderweg bergan zu den Ruinen und der Schloßbergalm.

Ca. 40 bis 50 Minuten

Auffahrt mit dem Auto

In der Ortsmitte von Zell führt ein Fahrweg zur Schlossbergalm hinauf,
dann ca. 10 Minuten zu Fuß.

 

MEHR ZUM STANDORT
Gemeinde Eisenberg
Homepage Eisenberg


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BURGENMUSEUM
EISENBERG

Dorfstr. 12
87637 Eisenberg
www.burgenmuseum-eisenberg.de

Geöffnet Sa, So & Feiertags
von 14.00–17.00 Uhr
in den Ferien zusätzlich

Mi 14.00 – 17.00 Uhr

DER BURGENFÜHRER DER

BURGENREGION ALLGÄU
Ausführliche Informationen in

bildhafter und textlicher Form,

sowie viele Tipps finden Sie in

dem Burgenführer der

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